Chlorella – die Alge, die den Körper entgiftet

Chlorella ist eine sehr kleine, kugelförmige, einzellige Süßwasseralge mit einem Durchmesser von 2 bis 10 Mikrometer. Die Grünalge, die weltweit vorkommt, ist entwicklungsgeschichtlich eine der frühesten Lebewesen auf unserem Globus und existiert bereits seit 1,5 bis 2 Milliarden Jahren. Von den etwa 24 bekannten Unterarten hat die Art Chlorella vulgaris eine spezielle physiologische Bedeutung für den Menschen. Sie verfügt über die besonderen Fähigkeiten, Gifte – besonders Schwermetalle – aus Nerven und anderem Körpergewebe herauszulösen, an sich zu binden und aus dem Körper „auszuleiten“. Chlorella kann deshalb bei der Entgiftung des Körpers eine bedeutende Rolle spielen. Die Alge wird in großem Stil gezüchtet und in Form von Tabletten, Presslingen oder als Chlorella-Pulver angeboten.

Gifte im Körper – wie entstehen diese?

Substanzen, die dem Körper entweder über Atmung, Nahrungsaufnahme oder über direkten Hautkontakt zugeführt werden oder die durch Ab- und Umbau komplexer Verbindungen im Körper selbst entstehen, also Ergebnisse des Stoffwechsels sind, werden prinzipiell als Gift bezeichnet. Sie stören bestimmte Körper- und Sensorfunktionen oder sie verursachen irreparable Schäden. Falls sich der Prozess der Vergiftung auf ein konkretes Ereignis oder einen Unglücksfall zurückführen lässt, kann eine akute Vergiftung vorliegen, die bestimmte Gegenmaßnahmen zum Entgiften erfordert. Vor der industriellen Revolution konnten die meisten der oral, per Inhalation und über Hautkontakt aufgenommenen Giftstoffe auf natürliche Quellen wie Vulkanausbrüche, Waldbrände und ähnliche Naturkatastrophen zurückgeführt werden. Heute stehen allerdings Umweltgifte wie Pestizide, Fungizide, eine Vielzahl künstlicher Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle im Fokus.

Die größte Bedrohung liegt in einer Langzeitbelastung mit Schadstoffen, die zu einer chronischen Vergiftung führt. Die chronische Belastung wird meist von unspezifischen Symptomen wie häufige Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche und vielen weiteren Anzeichen begleitet, die nicht unbedingt als Symptome einer chronischen Vergiftung interpretiert werden. Besondere Aufmerksamkeit verdient speziell die steigende Belastung und Vergiftung durch Stoffe wie Quecksilber, Cadmium, Kupfer, Aluminium und anderen Metallen. Es kommt dadurch zu einer Funktionsminderung vieler Enzyme, weil Enzyme häufig auf bestimmte Metallionen angewiesen sind und ihre katalytische Wirkung im Stoffwechsel verlieren, wenn die Metallionen durch Fremdionen anderer Metalle ausgetauscht werden. Parallel dazu gehen Schwermetallionen komplexe metallorganische Verbindungen ein, die sich zum Teil im Körpergewebe und im Nervensystem einlagern können und dort Schäden verursachen.

Ein konkretes Beispiel für eine gefährliche Quecksilbervergiftung ist seit Jahren akut. Es geht um den möglichen Austausch der quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen durch ein unbedenkliches Material. Beim Entfernen der Amalgamfüllung kommt es zu einer vorübergehenden zusätzlichen Spitzenbelastung durch eingeatmete Quecksilberdämpfe, was Schäden durch Ablagerungen in Muskeln, Faszien und im Nervengewebe einschließlich Gehirn verursachen kann. Die größte Gefahr einer Quecksilbervergiftung geht dabei durch das Inhalieren quecksilberhaltiger Dämpfe aus, weil das eingeatmete Metall sehr viel stärker in den Lungenbläschen resorbiert wird und in den Blutkreislauf gelangt als metallisches Quecksilber, das oral in den Verdauungstrakt eingebracht und zum größten Teil über den Darm wieder ausgeschieden wird.

Wie entgiftet Chlorella den Körper?

Die Zellwände der mikroskopisch kleinen Chlorella sind außergewöhnlich stark. Sie bestehen aus mehreren Schichten Zellulose. Es handelt sich dabei um eine Art Fadenmoleküle, die sich aus Mehrfachzuckern (Polysaccharide) mit mindestens 10.000 aneinandergereihten Glucose-Einheiten zusammensetzen. In die Zellwände sind polymere Kohlenwasserstoffketten eingelagert, die der Alge die Fähigkeit verleihen, toxische Stoffe, vor allem auch belastende Metallionen in die Zellwand aufzunehmen. Die Alge nimmt die Schadstoffe irreversibel auf und wird über den Darm mitsamt den gebundenen Schadstoffen ausgeschieden. Chlorella verhindert, dass Gifte, die der Körper über die Leber aus dem Blut isoliert und über die Bauchspeicheldrüse in den Darm ausscheidet, vom Darm wieder rückresorbiert werden und erneut in den Blutkreislauf gelangen. Bei der Entgiftung – auch bei der Amalgamausleitung - handelt es sich um eine „echte“ Ausleitung der Gift- und Schadstoffe aus dem Körper.

Die Fähigkeit zur Aufnahme von Gift- und Schadstoffen durch Chlorella ist zwar in wissenschaftlichen Studien hinreichend belegt, aber die einzelnen physiologischen Vorgänge, die die Alge dazu befähigt, sind noch nicht vollständig verstanden. Eine wichtige Rolle bei der Einbindung der Schadstoffe in die Zellwand wird dem Sporopollenin zugerechnet, ein hochpolymeres Heteropolymer, das extrem widerstandsfähig gegen Säuren, Basen und Lösungsmitteln ist. Sporopollenin durchsetzt die Zellwände der Chlorella und ist auch die Substanz, die beispielsweise Sporen von Pilzen nach außen schützen und jahrelang lebensfähig halten.

Zum Entgiften mit Chlorella ist es wichtig, dass die Zellwände der Alge nicht aufgebrochen werden, da ansonsten ein Teil der Fähigkeit zum Entgiften verloren gehen. Das Aufbrechen der Zellwände ist für Anwendungen empfehlenswert, bei denen es um die Nutzung ihrer Inhaltsstoffe geht, die bei unaufgebrochenen Zellwänden nicht herausgelöst werden können und nicht für den Stoffwechsel zur Verfügung stehen.

Was sind die typischen Entgiftungssymptome?

Symptome einer Entgiftung entstehen üblicherweise durch die Mobilisierung von Schad- und Giftstoffen, die vorher im Gewebe gespeichert und damit inaktiv waren. Die Mobilisierung bedeutet, dass die Schadstoffe in der Regel kurzzeitig im Blut zirkulieren, von der Leber ausgesondert und über die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und Gallenblase in den Darm abgegeben werden. Im Darm kann es zur Resorption und dadurch zur erneuten Einspeisung in den Blutkreislauf kommen. Bei einer Kur zur Entgiftung mit Chlorella werden die Schadstoffe an einer erneuten Aufnahme im Darm durch Bindung an die Chlorella Zellwände gehindert, so dass sich die typischen Symptome der Entgiftung nicht zeigen oder allenfalls in milder Form auftreten. Übliche Entgiftungssymptome während der Dauer der Kur sind sehr vielfältig und können sich in Mund- und Körpergeruch, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und verminderter Leistungsfähigkeit äußern.

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Fazit: Die Entgiftung mit Chlorella tut dem menschlichen Körper gut

Eine Entgiftung des Körpers mit Chlorella – das gilt auch für die Amalgamausleitung - verhindert einen möglichen „Resorptionskreislauf“ von Gift- und Schadstoffen im Körper. Die Stoffe werden durch Chlorella so fest gebunden, dass sie im Darm nicht zurückresorbiert werden können, sondern definitiv zusammen mit der unverdauten Alge ausgeschieden werden. Die bei Entgiftungen üblicherweise auftretenden Symptome treten bei Chlorella allenfalls in abgeschwächter Form auf. Bei beabsichtigter Quecksilberausleitung kann eine Kombination Chlorella mit frischem Korianderkraut sinnvoll sein, weil die giftigen Metallionen durch Inhaltsstoffe des Korianderkrauts mobilisiert und anschließend im Darm durch Chlorella abgefangen werden. Darüber hinaus glänzt Chlorella mit einer breiten Palette wichtiger und essenzieller sekundärer Pflanzenstoffe, aus denen der Körper die benötigten Mikronährstoffe auswählen kann, um Stoffwechsel und Immunsystem zu optimieren.

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