Chlorella – sind die vielen positiven Wirkungen durch Studien belegbar?

Die Alge hat bereits vor etwa zwei Milliarden Jahren dazu beigetragen, über die Photosynthese die Atmosphäre mit Sauerstoff anzureichern. Ihr Nutzen für den Menschen liegt in der ausgewogenen Zusammensetzung hochwertiger Nähr- und Ballaststoffen sowie in ihrem reichhaltigen Angebot an Mineral- und Mikronährstoffen und in ihren antioxidativen und entgiftenden Eigenschaften.

Die meisten gesundheitlich relevanten Eigenschaften und Wirkungen von Chlorella vulgaris sind zwar über Jahrtausende – besonders im asiatischen Raum – durch Erfahrungen belegt, wurden aber zum großen Teil auch durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen. Allerdings beziehen sich die Studien in der Regel auf Teilaspekte, die jeweils für den Nachweis einer bestimmten generellen Eigenschaft wichtig sind.

Studie in Bezug auf Entgiften

Im Bereich Entgiftung und Entschlackung des Körpers geht es vor allem um Mobilisierung und Ausleitung schädlicher Schwermetalle im Gewebe wie Quecksilber und Cadmium sowie von Umweltgiften wie Dioxin und anderen. In einer an der Universität von Seoul 2014 durchgeführten Placebo kontrollierten Doppelblindstudie wurden die Effekte von Chlorella vulgaris bezüglich Bekämpfung oder Ausleitung von heterozyklischen Aminen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen untersucht. Die vorgenannten Stoffe kommen auch als Umweltgifte vor und gelten als Verursacher bestimmter Krebsarten. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass die nachgewiesenen Entgiftungseffekte auf der Fähigkeit der Chlorella beruhen, die Stoffe zu binden und auszuleiten oder sogar abzubauen.

Studien, die sich auf die Ausleitung von Schwermetallen beziehen, stehen meist im Zusammenhang mit Versuchen an Mäusen und Ratten. Sie lassen Rückschlüsse auf die Effizienz von Chlorella zur Reduzierung von Schwermetallbelastungen auch bei uns Menschen zu. Möglicherweise besteht ein Mangel an Forschungsgeldern und an wirtschaftlichem Interesse zur Durchführung spezifischer Studien, die die entgiftenden Fähigkeit der Chlorella beim Menschen direkt belegen könnten.

Link zur Studie:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25590673

Studie in Bezug auf Abnehmen

Chlorella kann beim Abnehmen unterstützen, weil ihre Enzyme in den Fett- und Cholesterinstoffwechsel eingreifen. Zusätzlich fördern die unverdaulichen Faseranteile der Alge die Verdauung und eine zügigere Passage durch den Darm, so dass nicht alle im Nahrungsbrei enthaltenen Fette und Kohlenhydrate resorbiert werden, was sich positiv auf den Abnehmprozess auswirkt. Einen mittelbaren Hinweis auf liefert eine iranische Untersuchung zur Behandlung der nicht-alkoholischen Fettleber. Als einen der Effekte wird die Gewichts- und BMI-Reduzierung bei den Teilnehmern durch die supplementäre Einnahme von Chlorella beschrieben.

Link zur Studie:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23234816

Studien in Bezug auf schöne Haut und Vorbeugung gegen Hautkrebs

Es ist nicht nur der normale Alterungsprozess, der Haut mit zunehmendem Alter faltig und weniger attraktiv aussehen lässt, sondern viele Umwelteinflüsse tragen zu einer Beschleunigung des Prozesses bei. In erster Linie steht hier die intensive Bestrahlung der Haut durch Sonnenlicht in der Schusslinie. Vor allem der UVB-Anteil des Sonnenlichts führt einerseits zu verstärkter Melatoninbildung, aber auch zu Veränderungen in den Keratinozyten und kann durch Veränderungen in der DNA der Hautzellen Hautkrebs auslösen. Ein Mindestmaß an direkter Sonneneinstrahlung auf die ungeschützte Haut ist allerdings für die Vitamin-D Produktion notwendig.

An der University of Alabama, USA, wurde 2011 in einer wissenschaftlichen Untersuchung nachgewiesen, dass Chlorella eine Art Reparaturenzym liefert, das UVB-induzierte DNA-Schäden in Hautzellen reparieren kann. Chlorella sorgt damit für eine glatte Haut und beugt bestimmten Hautkrebsformen vor.

UV-Bestrahlung der Haut führt auch zu oxidativem Stress, der häufig den programmierten Zelltod (Apoptose) von Hautzellen auslöst. An der Chia-Nan Universität, Südkorea, wurde 2012 in einem Versuch die Wirkung von Chlorella, Vitamin C und Vitamin E auf die Reduzierung des oxidativen Stresses untersucht. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass ausschließlich Chlorella in der Lage war, über die Neutralisierung eines bestimmten Enzyms die Auswirkungen des oxidativen Stresses effektiv zu reduzieren.

Links zu den Studien:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21307952
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22858838

Studien in Bezug auf Darm- und Leberprobleme

Wissenschaftliche Studien wurden bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit Erkrankungen der Leber durchgeführt. Einige der nachgewiesenen positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Chlorella auf die Leber lassen sich direkt auch auf den Darmtrakt übertragen.

An der Universität Teheran, Iran, wurde 2012 eine randomisierte Untersuchung an 76 Patienten mit diagnostizierter nicht-alkoholischer Fettleber durchgeführt. Gegenüber der Kontrollgruppe, deren Teilnehmer nur mit Metformin und Vitamin E behandelt wurden, profitierten die Patienten in der Untersuchungsgruppe von der zusätzlichen Behandlung mit Chlorella Extrakt. Der Algenextrakt sorgte für signifikant niedrigere Blutzucker- und Insulinspiegel sowie für deutlich reduzierte Triglyceridwerte gegenüber den Teilnehmern der Kontrollgruppe. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Chlorella Extrakt ein vielversprechendes Komplementärmittel zur Behandlung der nicht-alkoholischen Fettleber darstellt. Eine weitere wissenschaftliche Untersuchung führte 2016 an der Universität Tabriz, Iran, zu ähnlich positiven Ergebnissen. In einer US-amerikanischen wissenschaftlichen Untersuchung an 18 Patienten, die an einer chronischen Hepatitis-C Infektion litten, wurden 2013 entzündungsdämpfende Effekte an der Leber nachgewiesen.

Links zu den Studien:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23234816
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23467073

Studien in Bezug auf das Immunsystem

Ein wichtiger Teil der angeborenen Immunantwort sind die sogenannten natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), die von Viren infizierte Zellen oder entartete Zellen (Krebszellen) erkennen. Die NK-Zellen lösen deren programmierten Zelltod (Apoptose) aus und machen sie dadurch unschädlich.

In einer Studie an gesunden Koreanern wurde 2012 in einer Doppelblindstudie nachgewiesen, dass die Einnahme von Chlorella über einen Zeitraum von acht Wochen die Aktivität der NK-Zellen deutlich steigerte und die sich die Ausschüttung bestimmter Interleukine und Interferone signifikant steigerte. In einer Untersuchung an der Baqiyatallah University of Medical Sciences in Teheran wurde bei starken Rauchern durch die Gabe von Chlorella Extrakt der Antioxidans-Status erhöht und damit das Immunsystem besser auf die gesundheitsschädlichen Wirkungen des Rauchens eingestellt.

Links zu den Studien:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3511195
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23865357

Studie in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden häufig durch nachlassende Elastizität der Arterienwände verursacht und führen zu Bluthochdruck und den damit verbundenen Sekundärschäden. In einer an der Ryutsu Keizai University, Japan, 2013 durchgeführten 12-wöchigen Untersuchung stellten sich positive Effekte für die Teilnehmer in der Chlorella-Gruppe heraus. Durch die Einnahme von Chlorella Tabletten steigerte sich die Elastizität der Arterien signifikant gegenüber der Kontrollgruppe.

Link zur Studie:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24249971

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