Chlorella – führt die Mikroalge Nebenwirkungen im Gepäck?

Die Frage, ob nach der Einnahme von Chlorella Algen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können, wird unter Experten lebhaft diskutiert. Dass vereinzelt eine Nebenwirkung nach der Einnahme von Chlorella berichtet wurde, entspricht den Tatsachen. Allerdings sind die aufgetretenen und gemeldeten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Unwohlsein, Hautveränderungen, in sehr seltenen Fällen auch Erbrechen, den unspezifischen Symptomen ähnlich wie sie häufig bei Entgiftungskuren beobachtet werden. Es wird deshalb diskutiert, ob die gemeldeten Nebenwirkungen nicht der Chlorella selbst, sondern seiner Entgiftungswirkung zugeordnet werden muss. Das würde bedeuten, dass sie nur vorübergehend auftreten können, bis Gewebe und Körper endgültig von den Gift- und Schadstoffen befreit sind.

Grundsätzlich handelt es sich bei Chlorella-Algen um ein hochwertiges Naturprodukt, von dessen reichhaltigen sekundären Pflanzenstoffen kein einziger eine ungünstige oder giftige Wirkung auf den Stoffwechsel hat. Es handelt sich im Gegenteil um ein Angebot an unser Immunsystem, aus der Vielzahl der Mineralstoffe, Mikronährstoffe, Aminosäuren, Nukleinsäuren und komplexen Proteinen die gerade benötigten Substanzen zu verstoffwechseln und die nicht benötigten Stoffe weiter abzubauen oder sie ungenutzt im Darm passieren zu lassen.

Welche Nebenwirkungen wurden nach der Einnahme von Chlorella vereinzelt beobachtet?

Die beiden Hauptfunktionen der Chlorella Algen im menschlichen Stoffwechsel bestehen in seinem Gehalt an wertvollen bioverfügbaren Vital- und Mineralstoffen und in seiner Eigenschaft, Schadstoffe im Gewebe zu mobilisieren und im Darm abzufangen und dank seines Sporopollenins fest in seine Zellwände einzubinden, so dass sie zusammen mit der Alge über den Darm ausgeschieden werden und so der enterohepatische Kreislauf unterbrochen wird. Experten sprechen von enterohepatischem Kreislauf, wenn die Leber entsorgungspflichtige Schadstoffe aus dem Blut herausfiltert und über Bauchspeicheldrüse und Gallenblase in den Darm einleitet, diese aber im Darm zum Teil wieder rückresorbiert werden und über die Pfortader erneut die Leber erreichen. Es kann so zu einer unerwünschten Anreicherung der Schadstoffe kommen und typische Symptome auslösen.

In seltenen Fällen können nach der Einnahme von Chlorella Unwohlsein und Verdauungsstörungen in Form von Durchfall, Verstopfung oder Blähungen auftreten, die eine Unverträglichkeit oder sogar Intoleranz gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen vermuten lassen. Regelrechte Überempfindlichkeiten, die allergische Reaktionen auslösen würden, sind im Zusammenhang mit Chlorella Algen nicht bekannt.

Stärkere Symptome wie Schüttelfrost und Erbrechen sind mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf Inhaltsstoffe der Chlorella zurückzuführen, sondern auf die Mobilisierung von Gift- und Schadstoffen, die vorübergehend den Stoffwechsel belasten bevor sie durch endgültige Ausleitung unschädlich gemacht werden. In wenigen Fällen kommt es zu Hautveränderungen in Form von Akne, weil Körper versucht, einen kleinen Teil der mobilisierten Gifte über die Haut auszuleiten. In Fällen, in denen die Einnahme von Chlorella zu Symptomen und zu Übelkeit führt, wird empfohlen, die Dosis zu verringern und erst allmählich wieder zu steigern. In den meisten Fällen reicht das aus, um die Symptome zum Verschwinden zu bringen.

Zeigen Chlorella vulgaris und pyrenoidosa unterschiedliche Nebenwirkungen?

Von den 24 bekannten Chlorella-Arten hat nur die Chlorella vulgaris besondere Bedeutung für den Menschen als Nahrungsmittel und als Nahrungsergänzungsmittel. Alle bekannten Wirkungen und Nebenwirkungen der Alge beziehen sich daher auf Chlorella vulgaris. Die Alge wurde früher zusammen mit anderen Arten, die sich kaum voneinander unterscheiden ließen, als Chlorella pyrenoidosa bezeichnet. Anfang der 1990er Jahre wurde nachgewiesen, dass aus wissenschaftlicher Sicht eine Unterscheidung zwischen den beiden Arten de facto nicht möglich ist. Ebenso wenig lässt sich daher eine Unterscheidung der Wirkungen und Nebenwirkungen treffen.

Sind Chlorella Algen auf irgendeine Weise gefährlich?

Chlorella ist eine Mikroalge, die von Ernährungsfachleuten in den 1940er und 50er Jahren als mögliche Lösung für das sich damals abzeichnende Welternährungsproblem propagiert wurde. Die Alge enthält keinerlei Stoffe, die in größeren Mengen gesundheitliche Probleme auslösen könnten oder als giftig, schädlich oder ungesund eingestuft werden könnten. Auch die Zusammensetzung und das Verhältnis Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Ballaststoffe zueinander ist ernährungsphysiologisch ausgewogen. Die in der Alge verfügbaren Vitalstoffe und übrigen Substanzen mit gesundheitlicher Relevanz können als Angebot an das Immunsystem und den Stoffwechsel verstanden werden. Im Fall einer Überdosierung kann der Körper die aufgenommenen Stoffe problemlos verstoffwechseln, teilweise einspeichern oder ungenutzt wieder ausscheiden.

Es ist lediglich so, dass sich bei einer Ernährungsumstellung auch die Darmflora in ihrer Zusammensetzung verändert, um dem neuen Ernährungsangebot zu entsprechen. Dieser Prozess muss auch berücksichtigt werden, wenn Chlorella in größeren als den empfohlenen Mengen verzehrt wird. In der Regel verschwinden Beschwerden wie Unwohlsein durch eine vorübergehende Verringerung der Dosierung. Eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit geht von keinem Inhaltsstoff der Chlorella aus.

Fazit: Chlorella hat sehr seltene, geringe Nebenwirkungen

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Eine gelegentlich beobachtete Nebenwirkung nach dem Verzehr der Chlorella Alge wie Unwohlsein, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und – selten – Erbrechen, basiert hauptsächlich auf zwei Effekten. Meist handelt es sich um Begleiterscheinungen, die mit der Mobilisierung von Schad- und Giftstoffen im Körper assoziiert sind und nach kurzer Zeit wieder abklingen. Darüber hinaus kann es bei sensibel reagierenden Menschen zu vorübergehenden Symptomen kommen, wenn die Einnahme von Chlorella mit einer Überdosis beginnt und die verdauungsphysiologische Umstellung kurzzeitig überfordert. In sehr wenigen Fällen können Beschwerden auch auf eine Unverträglichkeit oder Intoleranz gegenüber einem oder mehrerer Inhaltsstoffe beruhen.

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